Kiesabbau-Standorte bleiben

Den Teilrichtplan Abbau, Deponie und Transporte hat die Regionalversammlung Emmental gutgeheissen – ohne Ausnahmen.

Heiss begehrt: Im Oberhardwald zwischen Bäriswil und Hindelbank sind grosse Kiesreserven vorhanden.

Heiss begehrt: Im Oberhardwald zwischen Bäriswil und Hindelbank sind grosse Kiesreserven vorhanden. Bild: Thomas Peter

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Für die nächsten 35 Jahre ist die dezentrale Ver- und Entsorgung des Material- und Deponievolumens im Emmental sichergestellt: Die Regionalkonferenz hat den revidierten Teilrichtplan ­Abbau, Deponie, Transporte genehmigt. Was nach einem papierenen Beschluss klingt, hat in Hindelbank im Vorfeld für Diskussionen gesorgt.

Entzündet haben sie sich am Vorhaben von Novakies, im Oberhardwald Kies abzubauen. Solange die bestehende Grube betrieben wird, lehnen Gemeinde und Regionalkonferenz das ab. Während der Mitwirkung sprach sich jedoch die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energie­direktion für eine zweite Grube in Hindelbank aus.

Fakt ist: Im Teilrichtplan sind nun beide Standorte verzeichnet. Der Standort Oberhard wird zu einem späteren Zeitpunkt für die künftige Versorgung wichtig ­werden. Eine Ausnahme machten die Delegierten nicht für Ersigen. Die Gemeinde hatte beantragt, den Standort Grossacher zu streichen. Das Vorgehen sei unglücklich gewesen, erklärte Gemeindepräsident Simon Werthmüller: Die Gemeinde sei nicht miteinbezogen worden, ausserdem sei zu diesem Zeitpunkt die Fusion im Gang gewesen. Es gebe noch offene Fragen, etwa zum Einbezug der Nachbargrundeigentümer. Nun muss der Kanton den Teilrichtplan genehmigen.

Mehr Geld in der Kasse

Das Geschäftsreglement wurde um die neue Kommission Altersplanung ergänzt. Die Jahresrechnung der Regionalkonferenz weist überraschend ein sehr hohes Plus von knapp 65'000 Franken aus. Budgetiert war ein Überschuss von rund 7000 Franken. Rund 500'000 Franken hat die Regionalkonferenz aktuell auf der hohen Kante. (cd)

Erstellt: 19.05.2017, 15:51 Uhr

Alterskommission

Die Regionalkonferenz sorgt für das Alter vor. Die Versammlung hat eine Kommission, bestehend aus neun Mitgliedern, eingesetzt: Richard Aebi (Koppigen), Rosmarie Habegger (Bätterkinden), Silvia Grossenbacher-Ledermann (Utzenstorf), Charlotte Gübeli (Burgdorf), Heidi Uebelhart (Affoltern), Irène Schär (Dürrenroth), Susanne Kölbli (Langnau), Kathrin Schönholzer (Röthenbach). Zum Präsidenten gewählt wurde der Utzenstorfer Gemeindepräsident Beat Singer. An seiner Stelle nimmt Walter Bauen (Oberburg) in der Kommission Kultur Einsitz. Thomas Grossenbacher (Lützelflüh) wurde in die Kommission öffentlicher Verkehr gewählt. In der Geschäftsleitung nimmt neu Peter Aeschlimann (Trub) Einsitz. Als Vizepräsidentin der Regionalkonferenz wurde Marianne Nyffenegger (Kirchberg) für vier weitere Jahre bestätigt. cd

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