Langenthal

Fasnächtler schon wieder in Festlaune

LangenthalDas lange Warten auf die nächste Fasnacht erlebte am Samstag in Langenthal einen kurzen, aber heftigen Unterbruch: Im Zentrum fand der 21. Fasnachtsmarkt statt.

Der Langenthaler Fasnachtsmarkt ist in die Marktgasse zurückgekehrt. Das wurde auch von den Guggen entprechend gefeiert.

Der Langenthaler Fasnachtsmarkt ist in die Marktgasse zurückgekehrt. Das wurde auch von den Guggen entprechend gefeiert. Bild: Robert Grogg

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Zu Beginn wurden zwei oder drei Besucher weniger gezählt als auch schon. Um 9 Uhr war das Gedränge jedenfalls noch nicht ganz so gross. Mittlerweile wissen die Besucher jedoch, dass sich die Sonne jedes Jahr zuverlässig Mitte Morgen durchsetzt und wie gewohnt Masken, Kostüme, Accessoires und vieles mehr ins beste Licht setzt. 150 Marktstände standen bereit. Mehr konnten die Organisatoren gar nicht auftreiben. Einzelne Marktfahrer kamen zusätzlich mit ihren eigenen Fahrzeugen.

Nach dem letztjährigen Ausflug auf die Jurastrasse und den Wuhrplatz kehrte der Fasnachtsmarkt nun als erster Grossanlass in die umgestaltete Marktgasse zurück. Stromverteiler, Treppen, Zufahrt – alles bewährte sich. Die Bahnhofstrasse wurde für die Warenanlieferung frei gehalten.

Und weil sich die Stadt gerne von ihrer allerbesten Seite präsentiert, legte sie sinnvollerweise auch die Begrüssung der Neuzuzüger auf diesen Tag. So konnten die sich gleich mal mit dem wichtigsten Brauchtum Langenthals vertraut machen. Den ganzen Tag über lagen Chnoblibrotgeruch und flotte Klänge in der Luft.

Ein erster Vorgeschmack

So richtig «ur(ch)ig» wird es in Langenthal zwar erst ab dem 20. Februar. Aber die «Langnase Schränzer Zofige» mochten nicht so lange warten. Sie lieferten auf der Guggenpower-Treppe als Sennen und Schwinger einen ersten Vorgeschmack auf das, was mit diesem Motto unweigerlich auf Langenthal zukommt.

Im Höfli hinter der Spanischen Weinhalle stritten sich mindestens drei Chefs um das Kommando an der Risottokanone der Pouseblooser. Im Brauihof spielten Tom Küffer und Freunde sowie die stadtbekannte «Bierkapelle Wolf Stadelsmusikanten und die Bühler Hörner feat» – je nach dem, wer gerade mitspielt oder wo sie gerade spielen.

Für die Aktion «Jeder Rappen zählt» kamen ein paar Hundert Franken zusammen. Sie werden laut OK-Präsident Rolf Uhlmann durch die Organisatoren auf 1000 Franken aufgerundet.

Beste Band und die Ambulanz

Für jene 2000 Personen, die ein Ticket für die «Party danach» in der Markthalle erobert hatten, ging der Fasnachtsmarkt praktisch nahtlos ins Oktoberfest der Blächsuger über. Laut OK-Präsident Denis Moser sorgte die beste Band, die man jemals engagiert habe, für so viel Stimmung, dass es zu vier Zwischenfällen kam, die den Einsatz der Ambulanz erforderten. Eine junge Dame erlitt eine Schnittverletzung. Beim Armdrücken brach ein Arm. Einmal wars der Alkohol und einmal eine Schlägerei, die aber vom Sicherheitsdienst der Broncos schnell unterbunden wurde. (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.10.2014, 08:28 Uhr

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