«Hoffentlich lässt er sich nicht von den Bürgerlichen kaufen»

Alec von Graffenried hat am Montag sein Amt als Berner Stadtpräsident angetreten. Die Bevölkerung zeigt sich bei einer Umfrage mit dieser Wahl mehrheitlich zufrieden.

Von Graffenried wirke herzlicher, Wyss habe konkretere Ziele, hiess es in der Strassenumfrage.
Video: Florine Schönmann/Tatjana Pürro

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Am Montag wurden Alec von Graffenried feierlich die Schlüssel zum Stapibüro im Erlacherhof überreicht. Der Politiker der Grünen Freien Liste ist somit nun offiziell Stadtpräsident von Bern. Dabei war noch am Sonntagmorgen unklar, ob Ursula Wyss oder von Graffenried das Rennen machen würden. Mit fast 58 Prozent fiel das Votum zugunsten des Newcomers überraschend deutlich aus.

So verwundert es kaum, dass aus der Bevölkerung mehrheitlich positive Stimmen zur Wahl zu vernehmen waren. Man sei «zufrieden», war der Tenor bei einer von der Berner Zeitung durchgeführten Strassenumfrage. Auch Personen, die nicht selber an die Wahlurne gehen konnten, sagten, sie würden von Graffenried als Stapi sehr begrüssen, fänden ihn sympathisch und herzlich. Vor allem seine Persönlichkeit und die Nähe zu der Bevölkerung werden geschätzt.

Einige Personen waren aber auch klar enttäuscht über das Wahlergebnis. Wyss habe eine klare Linie und bereits nicht zu unterschätzende Erfahrungen gemacht. «Ursula Wyss ist eine Frau, die einen wertvollen Leistungsausweis mitbringt. Es ist schade, dass an ihrer Stelle ein Mann gewählt wurde, der noch keine Erfahrung hat und gleich Stapi werden will», sagte eine der befragten Wyss-Befürworterinnen. (tpu/flo)

Erstellt: 16.01.2017, 17:17 Uhr

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